Bewertung Compeed-Herpespflaster

Aus aktuellem Anlass 😦

Da ich nach kleinen Schlägen auf mein Immunsystem immer wieder mal an Herpesausbrüchen leide und das Wundermittel für mich noch nicht entdeckt habe, teste ich auch in diesem Bereich immer wieder mal was Neues aus.

Beim letzten Apothekenbesuch habe ich mir Herpespflaster von Compeed mitgenommen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und weniger mit schmerzhaften Lippen zu kämpfen. Mit den Pflastern bin ich allerdings überhaupt nicht zufrieden gewesen und werde sie mir auch kein zweites Mal mehr kaufen.

Allgemeine Infos: In einer Packung sind 15 Pflaster enthalten, die einzeln entnehmbar und sehr hygienisch verpackt sind. Die Packung selbst besteht aus stabilem Kunststoff und enthält auf der Innenseite einen kleinen Handspiegel. Ich habe für die Pflaster 9,95€ bezahlt.

Zunächst zum Positiven: Die Verpackung macht einen sehr stabilen Eindruck und überlebt auch chaotische Handtaschentransporte ohne Defekte. Der Spiegel ist noch mit einer Schutzfolie überklebt. Die Pflaster sind jeweils gut verpackt, dies schafft zwar auch viel Müll, aber in Bezug auf die Eindämmung von Herpesviren genau richtig, schließlich handelt es sich hier auch um ein Medizinprodukt. Die Pflaster haben gute Größe, in der Regel wird der gesamte Wundbereich abgedeckt und somit wird eine Ausbreitung des Virus verhindert. Bei Cremes oder Salben muss man immer mit den Fingern oder Wattestäbchen an die Wunde und kann so schnell ungewollt das Virus transportieren. Durch die Handhabung der Pflaster wird der direkte Kontakt zum Virus verhindert.

Jetzt das Negative: Befindet sich das Virus etwas näher am Mundbereich (also in Schleimhautnähe), hält es nicht, da der Teil des Pflasters, der sich auf dem feuchteren Lippenmilieu befindet, von der Klebkraft her keinen Halt findet. Dann knickt das Pflaster um und löst sich dann relativ schnell komplett von der Wunde. Essen und trinkt funktioniert nicht, werden die Lippen zu viel bewegt, löst sich das Pflaster sehr schnell ab. Ich bin anscheinend auch zu blöd um das Pflaster von der Folie abzulösen. Die erste Hälfte ziehe ich ganz einfach ab und klebe das Pflaster auf. Ab dann schaffe ich es nicht mehr, die zweite Hälfte vernünftig von der Folie zu lösen, ich ziehe dann immer etwas fester, wodurch sich das Pflaster ausdehnt und erste Knicke ausbildet. Dann kleben innerhalb des Pflasters schon die ersten Teile zusammen und schon hat es keinen vernünftigen Halt mehr… Um über den Tag verteilt dauerhaft mit einem Pflaster ausgestattet zu sein, verbrauche ich dann 4-5 Patches. Damit hält die Packung ca. 3 Tage. Die Abheilung verläuft nicht besser als mit anderen Cremes, bei mir dauert es meistens 10 Tage, bis alles wieder komplett abgeheilt ist. Damit wäre ich für eine Herpesbehandlung ungefähr 30 € quitt, was in keinem Verhältnis zu anderen Heilmitteln steht. Die restlichen Patches nutze ich jetzt für die Nacht, da ist wohl die beste Haltbarkeit gegeben.

Inzwischen habe ich einen ganz guten Trick herausgefunden, um zumindest die Schwellung einzudämmen. Sobald das Kribbeln und Brennen beginnt, creme ich die Lippen und den Bereich rund herum gut ein und halte den Fön auf die betroffene Stelle. Dies sollte immer kurz bis zur absoluten Schmerzgrenze geschehen. Durch diese Taktik soll die Infektionsflüssigkeit ausgetrocknet werden und die Heilung schneller in Gang kommen. Seitdem ich das mache, hatte ich zumindest keine aufgequollenen Lippen mehr und der Juckreiz lässt sehr schnell nach. Das Ausheilen dauert zwar immer noch genauso lang, ist aber wesentlich angenehmer.

Falls ihr noch Tipps und Tricks zur Bekämpfung habt, ich freue mich über eure Anregungen.

Alles Liebe,

Christina

 

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2 Kommentare zu “Bewertung Compeed-Herpespflaster

  1. Ich kenne da Problem, denn ich habe auch regelmäßig mit Fieberblasen zu kämpfen. Ich war auch schon oft versucht diese Pflaster zu kaufen, hab mir aber gedacht, dass die sicher Mist sind und dein Beitrag hat die Vermutung nur bestätigt. Ich benutze eigentlich immer nur die Creme von Lomaherpan mit Melissenblättern. Natürlich sieht es nicht hübsch aus wenn man immer die Creme im Mundbereich drauf hat und man muss sie auch mehrmals am Tag auftragen, aber sonst bin ich mit dem Ergebnis eigentlich sehr zufrieden

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  2. Lomaherpan habe ich auch schon oft benutzt, aber das hilft auch kaum bei mir. Aus der Apotheke habe ich mal was Fenistil bekommen, da ist ein anderer Wirkstoff als Aciclovir drin und das hilft bei mir auch ganz gut. Trotzdem ist es auch kein Wundermittel. Oft nutze ich den Kamillenextrakt von dm, verdünne ihn mit etwas Wasser und tränke ein Wattepad damit. Dann länger draufhalten, geht aber eigentlich nur, wenn man Zeit hat und still sitzt, z.B. vor dem Fernseher. Der Fairness halber muss ich aber sagen, dass ich auch Bekannte habe, die die Pflaster toll finden, aber ich komme damit halt überhaupt nicht zurecht. Die Sache mit dem Fön hört sich zwar gruselig an, aber es bewirkt bei mir, dass ich zumindest keine Monsterlippe mehr habe. Vielleicht ist das ja mal ein kostenloser Alternativtipp für dich zum Austesten.

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