Der Schmerz des Loslassens

Hey ihr Lieben,

ich bin zur Zeit viel unterwegs und komme deshalb kaum zum Schreiben. Nichtsdestotrotz kümmere ich mich weiterhin darum, mein Chaos zu bekämpfen und mich von einigen Dingen zu trennen. Einmal in einer bestimmten Ecke angefangen, fällt es mir etwas leichter, auch dabei weiterzumachen. Ich habe für mich im emotional schwierigstem Bereich weitergemacht und meine damit meine Bücherregale. Der Anfang war ebenfalls leicht, einfach die Bücher in die rebuy-App einscannen, die mir entweder überhaupt nicht gefallen haben oder die ich wohl niemals lesen werde. Dann habe ich mich vor den Regalen auf den Boden gesetzt, jedes Buch einzeln in die Hand genommen und überlegt, wie wichtig mir das jeweilige Exemplar ist. Mit dieser Vorgehensweise kamen immer weitere Bücher hinzu. Bei den Stücken, für die Rebuy mir definitiv zu wenig geboten hat, habe ich mir überlegt, wie es damals für mich war, als ich über fast kein Geld verfügt habe und mich in dieser Zeit über jedes reduzierte oder geschenkte Exemplar gefreut habe, das ich lesen konnte. Da ich Rebuy in dieser Hinsicht nicht unterstützen wollte, habe ich einen zweiten Karton gepackt, den ich zu einem Sozialkaufhaus bringen werde. Das muss allerdings noch etwas warten, da ich noch weitere Dinge zum Spenden sammeln möchte. Solange wird der Karton zwischengelagert. Ein paar der Bücher habe ich auch bei ebay eingestellt und dafür teilweise ebenfalls noch gute Preise erzielt. Inzwischen habe ich 60-70 Bücher aussortiert und jeder Karton und jedes Päckchen hat mir fast seelische Schmerzen bereitet. Man sollte meinen, dass ich jetzt leere Regale habe, aber die Realität sieht anders aus. Die Regale sind immer noch voll, allerdings sind jetzt ein paar Lücken und freie Flächen entstanden und ich frage mich ernsthaft, wo die ganzen Bücher vorher abgeblieben sind. Ich war stolz auf meine Bereiche, eingeteilt in Thriller, Belletristik, Fantasy und Sachbücher. Jetzt existieren diese Bereiche immer noch, aber sie sind stärker zusammengeschrumpft und ich kann mich immer noch über eine große Auswahl freuen. In dem Augenblick, in dem die Bücher ernsthaft, also beim Abgeben in der Postfiliale meine Wohnung verlassen haben, war ich dann doch froh, etwas mehr Leere erhalten zu haben. Die Regale warten jetzt noch darauf, neu zusammen gestellt und umdekoriert zu werden. Bei dieser Gelegenheit werden dann wohl noch ein paar weitere Bücher rausfliegen. Ich denke, es ist ein gutes Zeichen, dass ich mich von dem Karton voller Bücher gestört fühle, die ich noch wegbringen muss, da ich ihn inzwischen ebenfalls gerne aus der Wohnung raus haben möchte. Inzwischen stören mich auch die Klamotten, die bei mir rumfliegen und irgendwie keine Daseinsberechtigung mehr haben. Der Kleiderschrank und das zugehörige Schlafzimmer sind dann wohl als nächstes dran. Übrigens habe ich mir in den letzten Jahren angewöhnt, in der Fastenzeit auf Fleisch zu verzichten. Das ist aber nochmal ein ganz anderes Thema. Außerdem haben meine Kollegin und ich im letzten Jahr ausgemacht, dass wir ebenfalls eine Art Finanzfasten machen und uns ein Kaufverbot für alle neuen Sachen (außer tägliche Gebrauchsutensilien wie Duschgel und Essen) auferlegt. Das Gute daran ist, dass wir uns täglich sehen und somit quasi unter Kontrolle stehen und uns gegenseitig bestärken können. Durch den Verkauf von einigen Objekten erfahre ich auch weiterhin positive Verstärkung, da ich zusätzlich zum Sparen auch noch Geld verdiene. Habt ihr in der Fastenzeit auch Punkte, auf die ihr verzichtet? Wie geht es euch damit? Ursprünglich wollte ich mich nach der erfolgreichen Entrümpelungsaktion damit belohnen, dass ich mir einen Staubsaugerroboter anschaffe, da meine Katze richtig schlimm haart und mich das Saugen über alle Maße nervt. Durch den Verkauf von einigen Dingen und das Einlösen meiner Payback-Punkte habe ich das Geld zusammen, um mir mein neues Haustier (;-)) leisten zu können. Praktischerweise ist gerade Finanzfasten angesagt, weshalb ich nicht zu vorschnell handeln kann und mich weiterhin mit dem Entrümpeln beschäftige. Trotz aller Mühen sehe ich noch lange kein Ende, aber wie ich meinem Neujahrspost schon geschrieben habe, ist dieses Projekt ja auch mein Jahresziel.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und genießt eure freie Zeit!

Alles Liebe,

Christina

 

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8 Kommentare zu “Der Schmerz des Loslassens

  1. Mit Büchern verstehe ich, dass du stolz warst. Im Internet kann man allerdings auch tauschen. Dort setzt du die Bücher rein und bekommst dafür eine bestimmte Anzahl an Punkten. Diese wiederum kannst du für neue Medien eintauschen. Darunter sind nicht nur Bücher, sondern auch CDs oder Spiele. Der Vorteil ist, dass du immer wieder neue Bücher bekommen kannst.
    Wenn du darauf keine Lust hast, dann kannst du sie auch zu offenen buchen Bücherstellen geben. Auf Wikipedia ist eine Liste.
    So wünsche ich dir ganz viel Erfolg beim loslassen.
    Dagegen solche Staubsaugroboter sind oft nicht sehr praktisch. Zum einen reinigen sie nicht überall oder bleiben an engen Stellen hängen. Zum anderen sind die besseren sehr teuer. Testberichte sind sich da mehr oder weniger einig, dass es für den normalen Gebrauch nicht wirklich sinnvoll ist.
    Nur ein Tipp von mir.

    Gefällt 2 Personen

    • Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Die Liste bei Wikipedia suche ich direkt mal, nach so etwas halte ich schon länger Ausschau. Ich habe mir auch schon ganz viele Testberichte zu den Staubsaugern durchgelesen und erst einen gefunden, der für mich geeignet zu sein scheint. Leider hat niemand den ich kenne, so ein Teil und deswegen fehlen mir wertvolle Tipps 😦

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  2. Liebe Christina!
    Finde ich beruhigend zu lesen, dass es auch dir körperliche Schmerzen bereitet hat, dich von deinen Büchern zu trennen! 😉 Trotzdem ist es so ein tolles Gefühl, wenn man sich von den Dingen befreit hat, die eigentlich jahrelang nur „rumstehen“. Finde ich übrigens eine total schöne Idee von dir, die Bücher zu einem Sozialkaufhaus zu bringen! Also – weiter so!
    Herzallerliebst,
    Stephanie

    Gefällt 1 Person

    • Hallo meine liebe, vielen Dank für deinen süßen Kommentar. Ich freue mich total darüber 😉 ich habe auch gerade entdeckt, dass Otto kleiderspenden entgegen nimmt und die Erträge daraus an die Welthungerhilfe spendet. Das wollte ich mir nachher nochmal genauer anschauen, aber wenn das wirklich so umgesetzt wird, ist es auch eine tolle Sache. Ich bin gerade beim Kleiderschrank und bei dem Gedanken an einen guten Zweck im Hinterkopf fällt es doch leichter, sich von den Klamotten zu trennen. Also falls du noch Kleidung spenden willst…;-)

      Gefällt 1 Person

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